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Alt 18.01.2009, 18:02   #1
ace560
Foren-Dauerbesucher
 
Registriert seit: 17.09.2007
Beiträge: 101
Geblitzt nach gerade bestandener MPU

Hallo liebes Forum,
Ich habe vor kurzem erst meine MPU wegen Alkohol und THC bestanden, nun wurde ich kurz darauf auf der Autobahn mit 50km/h zu schnell geblitzt, der Anhörungsbogen kam vor ein paar Tagen.

Ich verstehe selber nicht wie man so dumm sein kann aber mir war einfach nicht bewusst, dass das Stück Autobahn was ich gefahren bin in der Geschwindigkeit begrenzt war, dies soll keine Ausrede sein aber war eben der Fall.

Könnt ihr mir schildern was mich nun erwartet ?
eine neue MPU mit verkehrsrechtlicher Fragestellung?
und wie ist diesmal der Ablauf? wird mir wieder die FE erst komplett entzogen und ich kriege sie erst nach bestandener MPU wieder, so wie letzte mal? oder darf ich die FE behalten und kriege sie erst dann entzogen wenn ich kein positives Gutachten liefern kann?

Im Gesetz steht ja, dass IN DER REGEL ein neues Gutachten von der FSST verlang wird.
Meint ihr es macht Sinn sich vielleicht mal mit dem entsprechenden Sachbearbeiter zusammen zu setzen und habe ich evtl. so eine Chance in davon abzubringen mich nochmal zur MPU zu schicken oder liegt dies gar nicht in seinem Ermessen?

Ansonte überlege ich gerade mich in Psychotherapeutische Hilfe zu begeben.

In dem Zusammenhang interessiert mich wo genau der Unterschied zwischen der Behandlung durch einen Psychotherapeut und einem Verkehrspsychologen liegt.
Ich gehe davon aus, dass ich psychologische Hilfe brauche um meine MPU zu schaffen und mein Verhalten auch danach stabil zu halten.
Da nun ja die FSST und ich sleber mittlerweile auch davon ausegeht, dass meine wiederholte unzulänglichkeit normal am Straßenverkehr teilzunehmen die Ursache eines tiefer liegenden Problemes ist, welches ich alleine nicht ermitteln und Beheben kann, möchte ich psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.

Allerdings würde ich lieber zu einem normalen Psychotherapeuth gehen, da dieser vielleicht eher in der Lage ist mein Problem zu finden, als ein VP, der sich in erster Linie auf mein Fehlverhalten im Straßenverkehr konzentriert.
Zum anderen würde den normalen Psychologen ja die Krankenkasse bezahlen.

Nun meine Frage an euch, was haltet ihr davon?
ist eine Bescheinigung eines normalen Psychologen bei der MPU genauso aussagekräftig wie die eines VPs?
oder schieße ich mir damit gar eher ein Eigentor, weil damit die Krankenkasse die Kosten trägt, wird ja eine psychische Krankheit vorraussgesetzt was bei einem VP nicht der Fall ist, deswegen bezahlt man diesen ja auch selber.
Mache ich mir die Sache also nun eher schwerer wenn ich zu einem Psychologen gehe, der erst eine psychologische Störung feststellt und diese mit mir aufarbeitet ?
ace560 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2009, 18:59   #2
Jens
Moderator
 
Registriert seit: 19.01.2007
Ort: Kiel
Beiträge: 4.008
Hallo ace560,

aus dem anderen Forum, in dem du deinen Fall auch geschildert hast, weiß ich, daß du noch in der Probezeit bist. Dieses wichtige Detail hast du hier leider nicht erwähnt, was zu Verwirrung führen könnte.

Zitat:
Zitat von ace560 Beitrag anzeigen
eine neue MPU mit verkehrsrechtlicher Fragestellung?
Ja

Zitat:
Zitat von ace560 Beitrag anzeigen
oder darf ich die FE behalten und kriege sie erst dann entzogen wenn ich kein positives Gutachten liefern kann?
Ja
Jens ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2009, 20:46   #3
ace560
Foren-Dauerbesucher
 
Registriert seit: 17.09.2007
Beiträge: 101
Ja ich bin noch in der "neuen Probezeit".

Könnt ihr mir denn erstmal den groben Ablauf shcildern?
also kriege ich erst die 4 Wochen Fahrverbot und dann den Führerschein wieder und dann irgednwann die Aufforderung zur MPU?
oder kommt beides zusammen in einem Brief?
oder ersetzt die MPU die 4 Wochen Fahrverbot?
ace560 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2009, 20:56   #4
ace560
Foren-Dauerbesucher
 
Registriert seit: 17.09.2007
Beiträge: 101
Zu meiner Argumentation (erstmal nur ganz grob, cih werde mir bald den Fragebogen zu herzen nehmen):

Reicht es, wenn ich sage, dass eben bisher Verkehrsregeln mehr Richtlinien und keine Vorschriften waren, ich mich über diese hinweggesetzt habe weil ich der Meinung war, die Gefahr selber einschätzen zu können.
Dass ich aber direkt shcon an der kurvenreichen Straßenführung nach dem Blitzer gesehen habe, wie gefährlich es war, dass ich doch so schnell gefahren bin und froh sein kann dass ich geblitzt wurde, was mich zum bremsen brachte, da ich sonst bei dem weiteren kurvenreichen verlauf der Straße arge Probleme gekriegt hätte.
Dass ich mich im Nachhinein über Dinge wie Bremsweg und Reaktionszeit informiert habe und sehe wie gefährlich tatsächlich schnelles fahren ist und das Schilder tatsächlich dort stehen wo es gefährlich ist schneller zu fahren, sie also einen Sinn haben.
Bringt es außerdem vielleicht was an einem Fahrsicherheitstraining teilzunehmen um bei der MPU von meinen dort gemacht lehrreichen Erahrungen zu erzählen?

natürlich ist das nun alles sehr grob aber kann man darauf aufbauen?
weil was mir wirklich schwer fällt ist persönliche Gründe für die schnelle Fahrt zu finden.
Mir gings zu der Zeit gut, ich war mit mir und der Welt zufrieden nachdem ich meine ganzen schlechten Angewohnheiten (also insbesondere Trinken und kiffen) wegen der ersten MPU abgelegt habe.
Ichj kann ja auch kaum was anderes erzählen, denn bei der ersten MPU die gerade mal 3 Mopnate vor dem Blitzer lag, habe ich ja noch erzählt wie gut es mir geht, wie slebstbewusst und glücklich und vernünfitg ich nun bin.
Das liegt dem Gutachter ja vor, da kann ich ja nun nicht shcon wieder von schlechten Lebensumständen/unzufriedenheit/agression/depression oder sonst was erzählen und dafür müsste ich auch lügen.

Was ich eben anführen kann und auch wahr ist, ist dass ich mich im Straßenverkehr sehr egoistisch verhalten hab, indem ich eben der Meinung war über den Gesetzen zu stehen und schon selber einschätzen zu können wann ich wie schnell fahre.
Ich wurde auch bisher noch nie geblitzt oder sonstiges.
Wenn die Bahn voll ist halte ich Abstand und fahre langsamer auch wenn die Strecke unbegrenzt ist, wenn die Bahn allerdings frei ist fahr ich eben schneller auch wenn die Geschwindigkeit begrenzt ist.
Das war bisher meine Einstellung zu der Sache, die ich seitdem Blitzer geändert habe.
Ist das eine Argumentation auf der man aufbauen kann ?
Das Problem dabei sehe ich ja darin, dass meine eigenen Gefühle, Schwächen, Lebensumstände dabei zu kurz kommen, unr mir fallen auch keine derartigen ein, die das schnelle Fahren begründen würden.
ace560 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2009, 21:09   #5
Jens
Moderator
 
Registriert seit: 19.01.2007
Ort: Kiel
Beiträge: 4.008
Zitat:
Zitat von ace560 Beitrag anzeigen
also kriege ich erst die 4 Wochen Fahrverbot und dann den Führerschein wieder und dann irgednwann die Aufforderung zur MPU?
Ja. Wobei das Fahrverbot nicht vier Wochen sondern einen Monat dauert.
Jens ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2009, 22:49   #6
schimmelreiter
Foren-Dauerbesucher
 
Registriert seit: 27.01.2008
Beiträge: 180
Zitat:
Zitat von Jens Beitrag anzeigen
Wobei das Fahrverbot nicht vier Wochen sondern einen Monat dauert.
... was aber keinen Unterschied macht, wenn der Bußgeldbescheid nächsten Monat rechtskräftig und der FS abgegeben wird.
schimmelreiter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2009, 03:50   #7
Jens
Moderator
 
Registriert seit: 19.01.2007
Ort: Kiel
Beiträge: 4.008
Richtig, aber in 11 von 12 Monaten nacht es einen Unterschied.
Jens ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2009, 05:18   #8
Gaul
Gehört hier zum Inventar...
 
Registriert seit: 03.03.2007
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 3.420
Zitat:
Zitat von Jens Beitrag anzeigen
Ja. Wobei das Fahrverbot nicht vier Wochen sondern einen Monat dauert.
Was ungerecht ist weil der Februar variabel und auf jeden Fall kürzer als der Januar oder März ist.
__________________
Ich wollte eigentlich was anderes schreiben - aber macht ja nix.
*Diese Signatur ist vermietet !*
Gaul ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2009, 07:34   #9
Kai R
Gehört hier zum Inventar...
 
Registriert seit: 30.06.2008
Beiträge: 3.400
Zitat:
Zitat von Gaul Beitrag anzeigen
Was ungerecht ist weil der Februar variabel und auf jeden Fall kürzer als der Januar oder März ist.
die Welt ist ungerecht - was will man machen? Außerdem ist das ja in Grenzen planbar.

Grüße

Kai
Kai R ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2009, 13:40   #10
ace560
Foren-Dauerbesucher
 
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Beiträge: 101
Na gut also bzgl. des Ablaufs weiß ich ja nun bescheid.

Der nächste Schritt ist dann wohl mich jetzt auf die MPU vorzubereiten.

Ich habe sogar shcon ein bisschen nachgedacht, neben dem was ich oben geschrieben habe bzgl. meiner ignoranz schildern gegenüber für die ich noch einen persönlichen/charakterlichen Grund finden muss habe ich wohl auch das Problem mich immer anderen gegenüber beweisen zu müssen, was wohl auf mein geringes Selbswertgefühl zurückzuführen ist.
Das kolidiert auch nicht mit dem gestärkten Selbstbewusstsein, was ich spätestens seit der letzten MPU habe.
Ich bin nun alles andere als Menschenscheu, eher sehr kommunikativ und lasse mich auch nicht mehr fertig machen wie früher, bzw kommt es nun gar nicht mehr dazu.

Allerdings habe ich immernoch anscheinend ein geringes Selbstwertgefühl iund muss mich immer beweisen.
Manchmal ist das gar nicht schlecht weil es zb im Zuge meiner Ausbildung dazu führt, dass ich mir sehr viel Mühe gebe und mich sehr anstrenge um allen zu zeigen was ich kann, in dem Fall profitiere ich sogar davon.
Es hat aber eben auch die negative Seite, dass ich zb wie bei der Fahrt auch, meinen Freunden beweisen will wie toll ich fahren kann, damit meine ich nicht, dass ich mit quitschenden reifen anfahre oder mit 80 durch die 30 Zone bretter aber eben doch, dass ich auf der Autobahn auch bei hohen Geschwindigkeiten sicher fahre.
Dass ich damit natürlich andere Menschen gefährde, da ich gar nicht die Erfahrung habe wirklich sicher schneller als erlaubt zu fahren, war mir bisher nicht bewusst bzw. wollte ich genau das vielleicht überspielen.

Das sind nun erstmal Ansätze, die ich noch ausführen muss, allerdings würde ich gerne ein Feedback von euch bekommen ob man in die Richtung argumentieren kann.

Ich weiß auch noch nicht so ganz wie das zusammenpasst, einmal meine Ignoranz gegenüber Verkehrsregeln, bedingt durch die Einstellung schon selber zu wissen wie schnell ich fahren kann, was doch eigentlich auf ein übersteigertes Selbstwertgefühl schließen lässt.

Andereseits eben mein "Pflichtgefühl" mich immer anderen gegenüber beweisen zu müssen, was ich ja eher mit einem geringen Selbswertgefühl begründen würde.

Ich hoffe ich schaffe es mnit eurer Hilfe diese beiden Gründe zu vereinen und näher erklären zu können.
ace560 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2009, 11:05   #11
ace560
Foren-Dauerbesucher
 
Registriert seit: 17.09.2007
Beiträge: 101
Noch eine Frage habe ich und zwar:

Liegt dem Gutachter bei der neuen MPU nun das gesamte Gutachten aus der ersten MPU vor oder sieht er nur den Aktenvermerk, dass ich bereits eine bestandene MPU hinter mir habe?
ace560 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2009, 11:26   #12
Acron
Moderator
 
Registriert seit: 09.07.2002
Beiträge: 3.948
Zitat:
Zitat von ace560 Beitrag anzeigen
Liegt dem Gutachter bei der neuen MPU nun das gesamte Gutachten aus der ersten MPU vor
Ja.
Das Gutachten ist in der FE-Akte, und die liegt dem Gutachter vor.
__________________
Gruss Acron
Wie poste ich falsch?
Nachdem ich die Suche und die FAQ erfolgreich ignoriert habe, erstelle ich das gleiche Thema in mehreren Unterforen, benutze einen sehr kreativen Titel wie "Hilfe", am Besten noch mit mehreren Ausrufezeichen, und veröffentliche einen so eindeutigen Text, dass sich jeder etwas Anderes darunter vorstellt.
Acron ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2009, 15:26   #13
ace560
Foren-Dauerbesucher
 
Registriert seit: 17.09.2007
Beiträge: 101
Gut ok dann muss ich mich dahingehend ja auc noch auf entsprechende Fragen vorbereiten.

Was sagt ihr ansonsten zu meinem Fragebogen soweit?
ace560 ist offline   Mit Zitat antworten
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