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Alt 29.10.2008, 11:20   #1
Fragesteller0815
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Ausrufezeichen Krankenhaushaftung / Behandlungsfehler

Hallo,

ich hoffe, dass meine Frage hier richtig aufgehoben ist?

Ein Patient rutschte von einer Leiter ab und verletzte sich den Fuß. Er begab sich dann am Tag 1 abends um 23 Uhr in die Ambulanz des Krankenhauses (KH) zur Behandlung.

Im KH wurde dann geröntgt und getan, und es stellte sich heraus, dass der Patient am Fuß operiert werden muss. Es folgte am Tag 2 um ca. 00 Uhr eine Not-OP, welche um 02 Uhr beendet war, der Patient wurde um 02.00 Uhr stationär aufgenommen.

Am Tag 2 morgens um ca. 08.00 Uhr stellten 2 Zeugen fest, dass der Patient nicht nur am Fuß operiert wurde, sondern das Gesäß des Patienten großflächig verbrannt ist, jedoch nicht versorgt wurde.

Die Zeugen informierten das Stationspersonal des KH über diese Verbrennungen - darauf kam die Empfehlung des Stationspersonals, "der Patient solle sich auf den Bauch legen und den Hintern in die Luft halten".

Erst nach mehrmaliger Intervention der Zeugen kam am frühen Abend ein Arzt des KH vorbei, besichtigte die Verletzungen und diagnostizierte "Verbrennungen 2. Grades am Gesäss durch die OP-Tisch-Heizung" und ordnete die Wundversorgung an.

Am Tag 3 bei der Visite wurde dem Patienten ohne Vorwarnung oder gar Betäubung durch die Ärzte von einem Arzt an einem Drainageschlauch am Fuß gezogen - was extrem schmerzhaft war. Beim Verbandswechsel am Gesäss fotografierte das KH das Gesäß des Patienten - ohne dass der Patient zu den Fotos eine Einwilligung gegeben hatte.

Weitere Vorkommnisse am Tag 3 und 4 sind derzeit hier im Forum ohne Belang, veranlassten den Patienten jedoch dazu, das KH auf eigene Verantwortung zu verlassen und sich woanders behandeln zu lassen.

2 voneinander unabhängige Ärzte bestätigten danach Verbrennungen 2. Grades am Gesäss.

Fragen:

1.) Ist das Ziehen am Drainageschlauch eine Körperverletzung?

2.) Ist die im KH zugefügte Verbrennung am Gesäß eine Körperverletzung im Sinne des STGB - kann/muss man diese anzeigen?

3.) Ist es statthaft, dass das KH den Patienten bzw dessen Gesäss ohne Einwilligung fotografiert?

4.) Gibt es aufgrund der Verbrennungen am Gesäss Schadenersatzansprüche des Patienten gegen das KH, und wenn ja in welcher Größenordnung (Ersatz der Behandlungskosten, Schmerzensgeld, weitere Kosten)?

5.) Soll der Patient direkt mit dem KH bzw. dessen Versicherung verhandeln, oder ist es besser, gleich einen Rechtsanwalt zu involvieren? Der Patient hat keine Rechtsschutzversicherung.

6.) Gibt es irgendwelche Vorgehensempfehlungen in solchen Fällen?

7.) Wann verjährt so etwas?

Vielen Dank im Voraus für Eure Meinungen

Geändert von Fragesteller0815 (29.10.2008 um 11:44 Uhr)
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Alt 29.10.2008, 19:46   #2
sana
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Das hängt davon ab, was Du willst.

Das Hauptproblem ist ja die Vergrennung.

Grundsätzlich hast Du mehrere Möglichkeiten:

1) Dich beim Krankenhaus beschweren - bringt finanziell allerindgs nichts
2) einen Anwalt aufsuchen, man kann außergerichtlich über Schandesersatz/Schmerzensgeld einigen, oder man kann vors Gericht ziehen - dies ist, wenn man keine Rechtsschutzversicherung hat, allerdings riskant
3) die Sache der Krankenkasse melden und da auf Unterstützung hoffen (wenn z.B. die Krankenkasse auch die Behandlungskosten zurückholen möchte) - klagen muss man trotzdem selber
4) Schlichtungsstelle des Ärztekammers einschalten (das geht auch ohne Anwalt und ist für den Patienten kostenfrei, allerdings entscheidet sie nicht über die Höhe des Schadensersatzes sondern nur darüber ob hier ein Behandlungsfehler im Sinne von Haftung vorliegt) - geht nur, wenn kein Strafverfahren läuft

Geändert von sana (29.10.2008 um 19:53 Uhr)
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Alt 29.10.2008, 20:39   #3
beelzebufo
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Zitat:
Zitat von Fragesteller0815 Beitrag anzeigen
kam am frühen Abend ein Arzt des KH vorbei, besichtigte die Verletzungen und diagnostizierte "Verbrennungen 2. Grades am Gesäss durch die OP-Tisch-Heizung"
Wie konnte er die Ursache diagnostizieren?
__________________
Und es gibt bessere Parties als das Rügenwalder Mühlenfest.
beelzebufo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.10.2008, 21:12   #4
gwendolen
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Zitat:
Zitat von Fragesteller0815 Beitrag anzeigen

Fragen:

1.) Ist das Ziehen am Drainageschlauch eine Körperverletzung?

2.) Ist die im KH zugefügte Verbrennung am Gesäß eine Körperverletzung im Sinne des STGB - kann/muss man diese anzeigen?

3.) Ist es statthaft, dass das KH den Patienten bzw dessen Gesäss ohne Einwilligung fotografiert?

4.) Gibt es aufgrund der Verbrennungen am Gesäss Schadenersatzansprüche des Patienten gegen das KH, und wenn ja in welcher Größenordnung (Ersatz der Behandlungskosten, Schmerzensgeld, weitere Kosten)?

5.) Soll der Patient direkt mit dem KH bzw. dessen Versicherung verhandeln, oder ist es besser, gleich einen Rechtsanwalt zu involvieren? Der Patient hat keine Rechtsschutzversicherung.

6.) Gibt es irgendwelche Vorgehensempfehlungen in solchen Fällen?

7.) Wann verjährt so etwas?
zu 1.): nein

zu 2.): Achtung: erst mal Zivilrecht anwenden, also Schadensersatz. STgB kann zwar auch greifen, ist aber viel schwieriger, für Sie durchzubringen. Bringt Ihnen auch nix, Sie wollen ja Schadensersatz..

Klingt sehr nach grobem Behandlungsfehler, für das weitere Vorgehen: s.6.)

zu 3.) ja, wenn es nur für die interne Dokumentation ist und das Gesicht nicht zu sehen ist. TIPP: ebenfalls fotographieren!!!

zu 4.) ja, aber Höhe: keine Ahnung. nicht viel, nicht wie in USA

zu 5.) Beides nicht! s. 6.)
zu 6.) Krankenkasse einschalten und um Einschalten des MDK bitten (Medizinischer Dienst). Dort wird ein Arzt, vermutlich Chirurg, den Fall auf einen Behandlungsfehler überprüfen in Form eines Gutachtens. Bejaht er den - und davon gehe ich aus - wird die Kasse klagen. Sie können sich anhängen, müssen also nicht noch extra für ein Gutachten zahlen.

zu 7.) Normale Verjährungsfrist: 3 Jahre

Und mein persönlicher Tipp: NIE die Schlichtungsstelle zuerst anrufen, die entscheiden nämlich verbindlich, der MDK kann dann nix mehr machen! Immer zuerst über die Kasse, dann hat man deren juristischen Beistand + Fachgutachten kostenlos.
Die Schlichtungsstelle hat oft keine guten Gutachter...

Geändert von gwendolen (29.10.2008 um 21:18 Uhr)
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Alt 29.10.2008, 21:23   #5
sana
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Zitat:
Zitat von gwendolen Beitrag anzeigen
zu 6.) Krankenkasse einschalten und um Einschalten des MDK bitten (Medizinischer Dienst). Dort wird ein Arzt, vermutlich Chirurg, den Fall auf einen Behandlungsfehler überprüfen in Form eines Gutachtens. Bejaht er den - und davon gehe ich aus - wird die Kasse klagen. Sie können sich anhängen, müssen also nicht noch extra für ein Gutachten zahlen.


Und mein persönlicher Tipp: NIE die Schlichtungsstelle zuerst anrufen, die entscheiden nämlich verbindlich, der MDK kann dann nix mehr machen! Immer zuerst über die Kasse, dann hat man deren juristischen Beistand + Fachgutachten kostenlos.
Die Schlichtungsstelle hat oft keine guten Gutachter...
Bei meiner Kasse ist es genau andersrum. Patient muss klagen, und die Kasse hängt sich dran.

MDK nützt nicht viel, zumal MDK-Gutachten vorm Gericht nicht anerkannt wird (da Parteigutachten für die Kasse).

Die Beurteilung von Schlichtungsstelle ist nicht verbindlich - man kann unabhängig davon hinterher noch klagen, wenn die Schlichtungsstelle zum Ergebnis kommt, dass es da kein Behandlungsfehler vorliegt. Das Problem mit der Schlichtungsstelle ist, dass sie nicht zuständig für die Beurteilung der Höhe des Schadenersatzes/Schmerzensgeldes - das muss man mit der Versicherung des Krankenhauses selber verhandeln, und das geht realistisch gesehen nur mit einem Anwalt.

Und das Problem mit dem Anwalt ist, dass man bei so einer Sache meistens irgendwo in der Mitte einigt, der Anwalt dann natürlich dafür sein Honorar nimmt, so dass Du von dem Geld, was Du von der Versicherung bekommst, nicht viel übrig hast (daher gut überlegen - gerade wenn Du keine Rechtschutzversicherung hast - wenn Du so wenig verdienst, dass Du Prozeßkostenhilfe bekommen kannst, dann hast Du Glück).

Grundsätzlich sinnvoll wäre, vom Krankenhaus die Krankenakte in Kopie anzufordern.

Manche Verbraucherzentralen sammeln auch Patientenbeschwerden über Krankenhäuser (weil manche Krankenhäuser sich sozusagen kaputt gespart haben und z.B. für Patienten-Lagerung auf den OP-Tisch keine dafür speziell ausgebildeten Pfleger mehr haben - in solchen Krankenhäusern kann es dann häufig zu Pannen auf dem OP-Tisch kommen - und sowas ist dann "verbraucherpolitisch"). Sie helfen einem auch juristisch, allerdings sind sie mittlerweile so überlaufen, so dass man sehr lange für eine kurze Beratung warten muss.

Es gibt auch unabhängige "Patientenberatung", wo man sich beraten lassen kann. Das ersetzt allerdings auch keinen Anwalt.

Geändert von sana (29.10.2008 um 21:52 Uhr)
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Alt 30.10.2008, 09:39   #6
sana
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Mir fällt gerade ein:

Wenn das Krankenhaus die Verbrennung schon per Foto dokumentiert hat, und der Arzt "Verbrennung durch OP-Tisch-Heizung" dokumentiert hat, könnte es auch sein, dass das Krankenhaus die Haftung auf den OP-Tisch-Hersteller schieben möchte.

Aber der Ansprechspartner des Patienten bleibt zunächst mal das Krankenhaus.
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Alt 30.10.2008, 21:05   #7
Kplusfamily
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Wenn die Verbrennung von einer Op-Tisch-Heizung käme, wären doch andere Auflageflächen (Rücken/Schultern) auch betroffen?
Als Möglichkeit kommt die Verwendung von Hochfrequenzkauterisation in Frage, dabei werden kleine Blutgefäße koaguliert ("verkocht"). Die Neutralelektrode (Erdung) wird dabei am Patienten angelegt (monopolare Technik). Liegt der z.B. in einer Flüssigkeitslache (manchmal reicht auch der eigene Schweiß), kann es an Auflageflächen zu Verbrennungen kommen, da der hochfrequente Strom unkontrollliert durch den Körper fleißt, und bei Kontakt mit Leitern dort große Wärme entsteht.
Wäre aber ein Behandlungsfehler, es gibt entsprechende Urteile dazu.

Drainagen langsam zu ziehen hat die gleiche Brisanz wie Pflaster an behaarten Beinen langsam abzulösen: Der starke Schmerz bleibt nahezu der gleiche, nur über lange Zeit. Standard ist, dem Pat. zu sagen, "holen sie mal tief Luft", und möglichst noch während dieses Vorgangs noch schnell zu ziehen. Es soll Menschen geben, die wissen wollen, dass es bald ziemlich, aber kurz wehtun wird und noch für einige Sekunden die Angst auskosten wollen, die sind aber in der Minderheit. Redon-Drainagen werden NIE (!!!!) unter irgendeiner Anästhesie gezogen.

Die Fotos sind statthaft, es werden zur Dokumentation des Zustands von Wunden inzwischen auch in der ambulanten Pflege Fotos gemacht. Eigene Fotos sind inzwischen angefertigt?

Anlaufstelle ist die Schlichtungsstelle der zustädnsigen Ärztekammer, aber NICHT per Anruf. Die nördlichen Bundesländer haben inzwischen eine gemeinsame S., da gibt es ein Antragsformular per Download.
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Alt 01.11.2008, 12:54   #8
Fragesteller0815
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Hallo,

vielen Dank für die Antworten und Tipps.

Zum Stand der Dinge:

Der Patient hat sich mittlerweile mit seiner Krankenkasse in Verbindung gesetzt, welche ein sehr großes Interesse daran hat, den Fall zu untersuchen, da unter anderem die Behandlungsdauer sich durch die Zusatzverletzung ja verlängern könnte.

Laut dieser Krankenkasse, eine BKK, ist der empfohlene Ablauf wie Folgt:

1.) Mitteilung an Krankenkasse über vermuteten Behandlungsfehler

2.) Ausfüllen eines komplexen Fragebogens mit Entbindung von der ärztlichen Schweigepflicht gegenüber der Krankenkasse, deren Gutachtern und einer von der Krankenkasse benannten Rechtsanwaltskanzlei!

3.) Eigene Schilderung über den Hergang sowie die Beobachtungen etwaiger Zeugen beifügen.

4.) In jedem Falle eigene Fotos von der Verletzung anfertigen und der Krankenkasse senden

5.) Ärzte, welche den Patienten weiter behandeln (Hausarzt, Chirurg usw.) von der Schweigepflicht entbinden (Patient war bei Hausarzt und bei weiterem Chirurg, beide diagnostizierten die Gesässverletzung)

6.) Ergebnis der Krankenkassenuntersuchung abwarten, da diese nötige Gutachten anfertigt, welche dem Patienten zugänglich gemacht werden.

7.) Gegebenenfalls erst nach Punkt 6 zivil auf Schadenersatz/Schmerzensgeld klagen, da der Patienten-Rechtsanwalt dann auf die Gutachten der Krankenversicherung zugreifen kann und der Patient die Gutachterkosten spart.

Das behandelnde und verursachende Krankenhaus gehört zu einer grossen bergmännischen Krankenversicherung und wird von deren Rechtsabteilung betreut und vertreten. Das Krankenhaus empfahl, sich mit deren Rechtsabteilung auseinanderzusetzen; Die Krankenversicherung riet von einer Kontaktaufnahme zu der Rechtsabteilung des Krankenhauses dringend ab.

Also heisst es nun erst mal für den Patienten, seine Krankenversicherung komplett zu involvieren und vor allem die Verjährungsfrist für Klagen zu beachten (3 Jahre), und dann wird man sehen...
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Alt 01.11.2008, 12:57   #9
Fragesteller0815
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Mir fällt gerade ein:

Wenn das Krankenhaus die Verbrennung schon per Foto dokumentiert hat, und der Arzt "Verbrennung durch OP-Tisch-Heizung" dokumentiert hat, könnte es auch sein, dass das Krankenhaus die Haftung auf den OP-Tisch-Hersteller schieben möchte.

Aber der Ansprechspartner des Patienten bleibt zunächst mal das Krankenhaus.

Das wäre ja dann so: Patient verklagt KH, KH wird zu Schadenersatz verurteilt und nimmt Hersteller in Regress - hat der Paient nix mit zu tun, da KH Ansprechpartner für Patient ist.
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Alt 01.11.2008, 13:04   #10
sana
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Klar.

Wenn die Krankenkasse den Fall annimmt, ist das für Dich erstmal die kostengünstigste Variante (Du kannst ja nichts verlieren), auch wenn es zuerst nur um die finanziellen Schäden für die Kasse geht.

Die Krankenversicherung möchte nicht, dass Du selber mit der Rechtsabteilung verhandelst, denn alles was Du da sagst, kann ja auch gegen Dich verwendet werden (und damit hat dann die Krankenkasse weniger Chancen, ihrerseits Schadensersazu zu fordern).

Das Problem mit 6. ist nur, dass dieses Gutachten ggf. nicht vom Gericht anerkannt wird (wenn es drauf ankommt, wird nochmal ein gerichtliches Gutachten erstellt, was kostet). Also, wenn ich auf Nummer sicher gehen will, würde ich abwarten, ob das Krankenkasse gewonnen hat. Der Haken da ist, dass man auf die Verjährungsfrist achten muss.

Geändert von sana (01.11.2008 um 13:07 Uhr)
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Alt 01.11.2008, 13:30   #11
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Zitat von beelzebufo Beitrag anzeigen
Wie konnte er die Ursache diagnostizieren?
Er ist Arzt und hat nen weissen Kittel - vielleicht passiert sowas da öfter? Nee, ich habe keine Ahnung wie er das diagnostiziert hat.
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Alt 01.11.2008, 13:41   #12
Fragesteller0815
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Zitat von sana Beitrag anzeigen
Klar.

Wenn die Krankenkasse den Fall annimmt, ist das für Dich erstmal die kostengünstigste Variante ...

...Das Problem mit 6. ist nur, dass dieses Gutachten ggf. nicht vom Gericht anerkannt wird (wenn es drauf ankommt, wird nochmal ein gerichtliches Gutachten erstellt, was kostet). Also, wenn ich auf Nummer sicher gehen will, würde ich abwarten, ob das Krankenkasse gewonnen hat. Der Haken da ist, dass man auf die Verjährungsfrist achten muss.
Das sehe ich etwas anders: Die Krankenkasse wird einen anerkannten Gutachter beauftragen. Da dieser nicht vo Patienten selbst beauftragt wird, ist das gerichtlich von guter Beweiskraft, so denke ich.

Da in den nächsten Tagen eh zusätzlich der Rechtsanwalt beauftragt wird, muss der auf die Einhaltung der Fristen achten - es kann ja ggf. schon mal Klage erhoben werden, welche ausgesetzt wird bis zum Vorliegen der Krankenversicherungs-Gutachten?!
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Alt 01.11.2008, 13:43   #13
sana
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Nee, da die Krankenkasse den Gutachter bezahlt, ist es nicht neutral (zumal die Krankenkasse mit diesem Gutachten auch selber versuchen wird, die Behandlungskosten für die Verbrennung zurückzuholen).

Wie es weiter geht, hängt eigentlich davon ab, wie sich das Krankenhaus verhält.

Wenn z.B. die Sachlage so eindeutig ist, dass das Krankenhaus sich sagt, dass es sich nicht lohnt, zu mauern, dann geht es ja nur um die Schadenshöhe. Man kann sich auch außergerichtlich einigen.

Geändert von sana (01.11.2008 um 13:50 Uhr)
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Alt 01.11.2008, 13:52   #14
Fragesteller0815
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Nee, da die Krankenkasse den Gutachter bezahlt, ist es nicht neutral (zumal die Krankenkasse mit diesem Gutachten auch selber versuchen wird, die Behandlungskosten für die Verbrennung zurückzuholen).

Wie es weiter geht, hängt eigentlich davon ab, wie sich das Krankenhaus verhält.

Wenn z.B. die Sachlage so eindeutig ist, dass das Krankenhaus sich sagt, dass es sich nicht lohnt, zu mauern, dann geht es ja nur um die Schadenshöhe. Man kann sich auch außergerichtlich einigen.
Ergo: Abwarten was passiert...
Fragesteller0815 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.11.2008, 13:58   #15
sana
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Moment mal....... Dieser Anwalt, ist er von Dir oder von der Krankenkasse?
sana ist offline   Mit Zitat antworten
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